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Der Ablauf am Untersuchungstag: was Schritt für Schritt passiert

Symbolbild Fahreignung

Am Tag der Untersuchung durchlaufen Sie mehrere Stationen, die zusammen ein Bild ergeben sollen. Üblicherweise gehören dazu ein schriftlicher Fragebogen, ein medizinischer Teil, ein computergestützter Leistungstest und das psychologische Gespräch. Planen Sie einen ganzen Vormittag oder mehr ein, je nach Anlass und Stelle auch länger. Die genaue Reihenfolge unterscheidet sich, und Wartezeiten zwischen den Stationen sind normal. Wer weiß, was kommt, geht ruhiger hinein.

Ankunft und Formalien

Zu Beginn steht die Anmeldung. Sie weisen sich aus, Ihre Personalien werden geprüft, und Sie erhalten Erläuterungen zum Ablauf sowie Erklärungen, die Sie unterschreiben. Nehmen Sie sich die Zeit, diese Unterlagen zu lesen, statt sie ungelesen abzuzeichnen. Fragen dazu sind ausdrücklich erlaubt.

Bringen Sie mit, was angefordert wurde. Meist gehören dazu ein Ausweisdokument und die Unterlagen, die die Stelle Ihnen genannt hat. Fehlt etwas Wesentliches, kann das den Termin gefährden, und ein neuer Termin bedeutet Wartezeit. Ein Anruf im Vorfeld klärt in wenigen Minuten, was gebraucht wird.

Die Stationen

Die einzelnen Bausteine haben unterschiedliche Aufgaben:

  • der Fragebogen erfasst Angaben zu Person, Gesundheit, Vorgeschichte und Verkehrsverhalten
  • der medizinische Teil umfasst Anamnese, körperliche Untersuchung und je nach Anlass Laborbefunde
  • der Leistungstest prüft am Rechner Aufmerksamkeit, Konzentration und Reaktion
  • das psychologische Gespräch behandelt den Anlass, die Entwicklung seither und die heutige Situation

Zwischen den Stationen entstehen Pausen, weil mehrere Personen parallel untersucht werden. Nutzen Sie sie zum Durchatmen. Wer die Wartezeit damit verbringt, das bisher Gesagte im Kopf zu bewerten, geht angespannter in den nächsten Teil.

Die Reihenfolge dieser Stationen ist nicht fest. Manche Stellen beginnen mit dem Leistungstest, andere mit dem medizinischen Teil, wieder andere richten sich nach der Auslastung des Tages. Daraus lässt sich nichts ableiten. Wer glaubt, aus der Abfolge eine Tendenz herauslesen zu können, deutet in etwas hinein, was schlicht Organisation ist.

Der Tag davor und der Morgen

Die banalen Dinge wirken stärker, als man denkt. Ausreichend Schlaf, ein normales Frühstück, eine großzügige Zeitplanung für die Anfahrt. Wer gehetzt und übermüdet ankommt, tut sich vor allem beim Leistungstest keinen Gefallen, denn dort geht es um Aufmerksamkeit, und Aufmerksamkeit hängt an Schlaf.

Wenn Sie Medikamente einnehmen, die Ihre Aufmerksamkeit beeinflussen können, sprechen Sie das an, statt es zu verschweigen. Das gilt auch für eine Sehhilfe, die Sie sonst tragen. Und selbstverständlich sollten Sie nüchtern erscheinen. Ein Restalkohol vom Vorabend ist keine Kleinigkeit, sondern ein Befund.

Was am Tag nicht passiert

Einige Erwartungen treffen nicht zu. Es gibt keine Fahrprobe im Straßenverkehr, es gibt keine Prüfungsfragen zur Straßenverkehrsordnung, und es gibt am Ende des Tages kein Ergebnis. Das Gutachten wird nach der Untersuchung erstellt und Ihnen anschließend zugesandt. Wer am Nachmittag mit einer Antwort rechnet, wird enttäuscht.

Ebenso wenig ist der Tag ein Verhör. Die Beteiligten haben keinen Auftrag, Sie hereinzulegen. Sie haben den Auftrag, sich ein Bild zu machen, und dafür brauchen sie Ihre Angaben.

Und es ist kein Tag, an dem sich das Ergebnis noch herstellen ließe. Was an diesem Tag sichtbar wird, ist das Ergebnis der Monate davor. Diese Einsicht nimmt vielen Betroffenen Druck: Sie müssen an diesem Vormittag nichts leisten, was Sie nicht ohnehin mitbringen. Sie müssen es nur zeigen können.

Wenn etwas dazwischenkommt

Wenn Sie am Termintag krank sind, melden Sie sich ab, statt zu erscheinen. Eine Untersuchung unter Fieber oder mit starken Schmerzen liefert kein brauchbares Bild, besonders nicht im Leistungstest. Auch eine akute Belastung, etwa ein Todesfall in der Familie kurz zuvor, ist ein Grund, den Termin zu verschieben. Das ist kein Ausweichen, sondern vernünftig. Sprechen Sie in solchen Fällen früh mit der Stelle, nicht erst am Morgen des Termins.

Fazit

Der Untersuchungstag besteht aus mehreren Stationen, die zusammen mehrere Stunden füllen. Wer ausgeschlafen kommt, die angeforderten Unterlagen dabei hat und weiß, dass es am selben Tag noch kein Ergebnis gibt, erlebt den Tag deutlich entspannter. Der Rest hängt nicht an der Tagesform, sondern an der Arbeit, die vorher geleistet wurde.

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